DANK-Kommentar: Die Zuckersteuer kommt

Berlin, 29. April 2026 – Die Bundesregierung möchte ab dem Jahr 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke einführen. Das geht aus den Eckpunkten der Haushaltsverhandlungen der Koalition aus CDU/CSU und SPD hervor. Die geplante Einführung einer Zuckersteuer kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):  

„Die Zuckersteuer kommt! Wir begrüßen es außerordentlich, dass die Bundesregierung die seit langem bekannte wissenschaftliche Empfehlung nun umsetzt und plant, ab 2028 eine Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke einzuführen. Das sind gute Nachrichten für den Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten und die unter Druck stehenden Gesundheitskassen. Mit einer Zuckersteuer holt Deutschland im europäischen Vergleich endlich auf und gibt auch der Industrie klare Regeln vor. Wie in Großbritannien sollte die Steuer gestaffelt angelegt sein, damit sie einen echten Anreiz für die Zuckerreduktion schafft. Dennoch kann die Einführung einer Zuckersteuer nur ein erster Baustein für mehr Prävention sein. Diese Ambitionen muss die Bundesregierung jetzt beibehalten und auch Werbung für Ungesundes wirksam regulieren oder die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse absenken.“

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Über das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK):
Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) ist ein Wissenschaftsbündnis aus 24 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen, das sich seit mehr als 15 Jahren für Maßnahmen der Verhältnisprävention zur Verhinderung von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislaufkrankheiten einsetzt. Mehr über DANK: www.dank-allianz.de