Berlin, Juni 2010 - Mangelernährung in Deutschland? Dieses Problem ist in unserer Gesellschaft eher in Drittweltländer und Krisenregionen angesiedelt. Insbesondere für Laien ist es schwer nachzuvollziehen, wie es in Ländern, deren Ernährungsproblem hauptsächlich in Übergewicht und Adipositas besteht, zu Mangelernährung kommen soll.
9 Milliarden Euro Zusatzkosten durch Mangelernährung in Deutschland pro Jahr - Mangelernährung im Krankenhaus hat drastische Auswirkungen
Neuer Präsident DGEM e.V. im Amt - Prof. Dr. Cornel Sieber wird zwei Jahre der DGEM e.V. vorstehen
Berlin, Juni 2010 - Beim Kongress „Ernährung 2010“ vom 17. bis 19. Juni 2010 in Leipzig hat Prof. Dr. Cornel Sieber aus Nürnberg als neuer Präsident der DGEM e.V. sein Amt angetreten. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Sein Vorgänger, Prof. Dr. Arved Weimann aus Leipzig, gehört als 1. Vizepräsident weiter dem Präsidium an.
Bis zu jedes 4. Kind in europäischen Krankenhäusern ist mangelernährt - Fehlende Diagnosekriterien und Lücken bei Leitlinien - Neue Studie für 2010 geplant
Berlin, April 2010 - Die klinischen Folgen einer Mangelernährung sind bei Kindern noch gravierender als bei Erwachsenen. Wachstum, Entwicklung, langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit werden nachhaltig beeinträchtigt. Krankheitsverlauf und Genesung werden verzögert, Komplikationen und Infektionen häufen sich und führen zu längeren Krankenhausaufenthalten. Die wenigen vorliegenden Studien zeigen Untergewicht und Mangelernährung bei etwa 15 bis 30 Prozent der pädiatrischen Patienten in Europa.
Praktische Umsetzung moderner ernährungsmedizinischer Therapiestrategien bei Patienten mit Mangelernährung - Frühzeitiges Erkennen und Behandeln von Mangelernährung mindert Folgeerscheinungen
Berlin, Februar 2010 - Die Prävalenz (Häufigkeit) der Mangelernährung bei stationär im Krankenhaus aufgenommenen Patienten ist hoch und liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei gut 25 Prozent. Darüber hinaus nehmen bis zu 75 Prozent aller stationär behandelten Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes progredient (fortschreitend) deutlich an Gewicht ab. Wissenschaftliche Studien belegen überzeugend, dass Mangelernährung ein relevanter unabhängiger Risikofaktor und darüber hinaus auch ein hoch budgetrelevanter Kostenfaktor ist.